Tomas Baumecker und Achim Kipper bleiben unvergessen in den Köpfen der Mitglieder der TG Hanau Volleyball-Abteilung
Die unvergesslichen Volleyballjahre fingen für Tomas Baumecker im Dezember 1976 an. Über die Schule hat er den Weg zum beliebten Mannschaftssport Volleyball gefunden. Als Außenangreifer begann er in der dritten Herrenmannschaft und spielte bald darauf bei den zweiten Herren mit.
Achim Kipper entdeckte sein reges Interesse am Volleyball durch seinen Bruder Ulrich Kipper (Vielen Dank an dieser Stelle auch an Ulrich, denn ohne die „Kipper-Brüder“ hätte der Volleyballabteilung ein Stück Geschichte gefehlt). Zusammen mit Christoph Wiesemann kamen die Brüder über die Schulmannschaft der Otto-Hahn-Schule im April 1979 zur Turngemeinde Hanau. Hier spielten sie zunächst in der dritten Herrenmannschaft, wobei sich Achim Kipper als guter Zuspieler hervorhob.
In 1983 gab es, begründet durch einen Trainerwechsel, einen Umbruch in der Turngemeinde Hanau. Man konnte Leonhard Tietianiec als Trainer gewinnen. Dies war ein großer Gewinn für die Volleyballabteilung, da Leonhard Tietianiec bereits als Nationaltrainer und Spieler der polnischen Nationalmannschaft tätig war. Tietianiec stellte eine neue erste Herrenmannschaft zusammen, wodurch Tomas Baumecker aus der zweiten und Achim Kipper aus der dritten Herrenmannschaft zu den ersten Herren gelangten. Zusammen mit Ulrich Kipper und Christoph Wiesemann bildeten sie für lange Zeit den harten Kern der Mannschaft.
Leonhard Tietianiec formte die Mannschaft nicht nur in sportlicher Hinsicht. Sowohl Achim Kipper als auch Tomas Baumecker sehen ihn als die bedeutendste und am stärksten prägende Person in ihrer Volleyballzeit an. Dies kam unter anderem durch revolutionäre und ideenreiche Trainingsmethoden. So stärkten die Jungs ihre Schlagkraft indem sie mit Stöcken auf alte, ausgesonderte Autoreifen einschlugen oder ihre Sprungkraft in dem sie eine vom Baum hängende Glocke mit Kopfsprüngen zum läuten brachten. Auch wurden bereits Gummibänder zur Muskelstärkung eingesetzt und durch Lauftraining auf unebenem Waldboden und Schotterwegen verringerte Leonhard Tietianiec sehr erfolgreich das Verletzungsrisiko, welches sich beim Volleyball meistens auf Verletzungen des Sprunggelenkes konzentriert.
Nach und nach begannen die Jungs der ersten Herrenmannschaft sich immer mehr in der Vereinsarbeit zu engagieren. Es dauerte nicht lange, bis sie das Zepter in die Hand nahmen. 1987 wurde Reinhard Schneikart von seinem Posten als erster Vorsitzender der Volleyballabteilung abgelöst und Werner Voigt übernahm diesen zunächst, wurde jedoch bereits 1990 durch Achim Kipper ersetzt. Weiterhin wurde Tomas Baumecker ´87 zum Kassenwart gewählt.
Als zuverlässig und vertrauenswürdig bekannt, zeigte Tomas Baumecker, dass er nicht nur privat „das Geld zusammenhalten“ konnte. Seit nunmehr 20 Jahren schlug er sich mit Etatentwürfen herum, legte Rechenschaft gegenüber dem Hauptvorstand ab und regelte die vielen großen und kleinen Finanzen der TGH Volleyballabteilung. Erst mit der Einführung der bargeldlosen Abwicklung wurde ihm die Arbeit erleichtert; weiterhin kamen ihm seine guten Computerkentnisse zu Gute, wodurch er mittels Excel auch bei Willi Bauer (Leiter der Finanzen in der TGH) punkten konnte.
Auch Achim Kipper kämpfte erfolgreich mit den kleinen und großen Aufgaben die die Tätigkeit als Abteilungsvorsitzender mit sich brachten. Gerade in der Anfangszeit seiner 18jährigen Amtszeit als erster Vorsitzender gelang es ihm ein gutes Verhältnis zu dem Hauptvorstand der Turngemeinde zu schaffen. Er übernahm die Verantwortung für die Abteilung und vertrat diese nach außen, schlichtete personelle Twiste und regelte Einsprüche mit dem Hessischen Volleyballverband.
Sowohl Tomas Baumecker als auch Achim Kipper haben in der TGH hervorragende Arbeit geleistet, wofür sich die gesamte Abteilung bei ihnen bedanken möchte.
Danke, für die schöne gemeinsame Zeit.
Danke, dass ihr nicht nur in guten, sondern auch in schlechten Zeiten für die Abteilung da wart.
Danke, für die hervorragenden sportlichen Leistungen, mit denen ihr für die TGH gekämpft habt.
Danke, für all dies und noch viel mehr.
Euren Rat für eure Nachfolger möchte ich diesen und allen folgenden nicht vorenthalten:
„Olli, blick immer nach vorn und schau dass es immer und immer weitergeht!“
Und für Conny: „Das Schiff soll nicht untergehen, halt es über Wasser!“
Die Geschichte der TGH- Volleyballabteilung
Durch Abteilungsgründer Reinhard Schneikart wurde zu Jahresbeginn 1970 aus einer Übungsgruppe eine ordentliche Abteilung der Turngemeinde Hanau. Die anfangs noch sehr bunt gemischte Mannschaft wich bald einer Damen- und einer Herrenmannschaft. Bereits 1970 startete man mit der Teilnahme an Punktspielen durch. Die schnell angestiegene Mitgliederzahl sorgte dafür, dass sich die Damen- und Herrenmannschaften bereits ein Jahr nach Abteilungsgründung jeweils aus einer zweiten Mannschaften stärken und verjüngen konnten.
1976 konnte eine Partnerschaftsbegegnung zwischen Hanau und Darford (England) organisiert werden. Die nach England gereiste gemischte Truppe wurde in Gastfamilien untergebracht und erkundete das Land sportlich, kulinarisch und kulturell.
Der deutsch-polnische Kulturverein „Lechia“ in Hanau schickte 1977 in Verbindung mit der Volleyballabteilung der TGH zwei Volleyballmannschaften zum III. internationalen „Igrzysk Polonijne“ nach Krakau. An diesem Tournier nahmen rund 200 Sportler aus 15 Nationen teil, von denen die Hanauer Volleyballer mit einer Silbermedaille heimkehren konnten.
Noch im selben Jahr stellte die Turngemeinde Hanau zwei Mannschaften für das größte hessische Freiluft-Volleyballturnier von Orplid Frankfurt. Während die Damen sich erfolgreich auf den zweiten Platz kämpften, glänzten die Herren mit einem Sieg gegen den damaligen Bundesligisten Griesheim.
1978 vergrößerte sich die Abteilung auf sechs Mannschaften, welche in den Punktrunden vertreten waren. Weiterhin konnte die erste Herrenmannschaft in die Hessenliga aufsteigen, die vierthöchste Spielklasse der Bundesrepublik.
Die Teilnahme an Turnieren, Meisterschaften und Trainingslagern setzte sich auch 1979 fort: Beim achten internationalen Volleyballturnier in Kassel kamen die Junioren zu einer achtbaren Platzierung. Die Damen konnten sich mit dem zweiten Platz bei den hessischen Meisterschaften der Junioren in Rüsselsheim für die Südwestdeutschen Meisterschaften qualifizieren und auf Einladung des tschechischen Volleyballclubs Ropice bereiste der Verein auch die CSSR.
1979 wurde auch erstmals eine Freizeitmannschaft gegründet, die außerhalb von Wettkämpfen trainierte und spielte.
Die Volleyball-Junioren kamen in diesem Jahr durch den Gewinn der hessischen Vizemeisterschaft zu ihrem bislang größten Erfolg. Erst im Finale unterlag die TGH dem Bundesliga erfahrenen Team aus Gießen.
Einige der TGH-Volleyballer nutzten die Sommerpause 1981 zu einer Reise nach Polen, wo sie zusammen mit Mitgliedern des Polen-Vereins Lechia bei den IV. internationalen Polonia-Sportspielen in Krakau die Hanauer Farben vertraten. Dabei brachten die Damen den Siegerpokal und die Männer den Pokal des zweiten Platzes in ihre Heimatstadt Hanau.
Gemeinsam mit dem TSV 1860 Hanau richtete die TGH im Sommer 1982 die 1. Hanauer Stadtmeisterschaften aus.
Die Mädchen der Jugend nahmen anlässlich der Volleyball-Junioren-Europameisterschaft an einem Trainingscamp in München teil und brachten von dort viele schöne Erinnerungen und neue Motivation für weitere Trainingsarbeit mit nach Hause.
Zu dem von der TGH veranstalteten 4. internationalen Volleyball-Pfingstturnier konnten 1983 auch höherklassig spielende Mannschaften aus dem In- und Ausland verpflichtet werden. Darunter nicht zuletzt die, der 5. der polnischen Staatsliga angehörenden, Resursa Lodz.
Die Volleyballer der TGH hielten sich anschließend eine Woche in Lodz auf, wozu sie von den Volleyballern der Resursa Lodz eingeladen worden waren. Die Mannschaften trainierten täglich, morgens und bestritten nachmittags Spiele. Die Gegner der weiblichen Jugend waren Schulmannschaften, während die Herren gegen Resursa (erfolgreich in der 1. Staatsliga Polen) und Wifama Lodz antraten.
Weiterhin konnte in diesem Jahr Leonard Tietianiec als Trainer für die Herren der TG- Hanau gewonnen werden.
1984 ist es der Volleyballabteilung der TGH wieder gelungen, zum 5. internationalen Pfingstturnier ein hochklassiges Teilnehmerfeld bei den Herren und den Damen zu verpflichten. Im gesamten Bundesgebiet gab es kaum ein anderes Turnier, bei dem ähnlich leistungsstarke Mannschaften aufeinandertrafen.
Die Spieler der TG Hanau vertraten die Hanauer Volleyballer bei den 5. Polonia-Wettkämpfen in Warschau, wo sie den zweiten Platz belegten konnten.
Das 7. internationale Pfingstturnier der TGH war auch 1986 wieder durch großartige spielerische Leistungen und spannende Kämpfe von Erfolg gekrönt.
Auf dem Programm für das Jahr 1987 stand das erste Vier-Nationen-Turnier der Junioren. Es wurde an drei Tagen gespielt, wobei die TGH den letzten und entscheidenden Tag ausrichten durfte. Es spielten Holland gegen Spanien und Deutschland gegen Italien.
Die Volleyballabteilung trauerte um Leonhard Titianec. Er war seinem zweiten Herzinfarkt in seiner Heimat Polen erlegen. Titianec war seit 1983 mit großem Erfolg als Trainer in der TGH tätig.
Auch 1988 ist es der Volleyballabteilung wieder gelungen, mit dem seit Jahren durchgeführten Pfingstturnier ein herausragendes Sportereignis zu organisieren. Bei den Herren ist hierbei erstmalig der Leonard-Tietianiec-Gedächnis-Pokal an die Siegermannschaft vergeben worden. Die Sieger erklärten spontan, dass sie auch im nächsten Jahr an dem Turnier teilnehmen und den Pokal verteidigen möchten.
Nach einer Pause von 10 Jahren wurden erstmals in 1989 wieder Volleyball-Stadtmeisterschaften ausgetragen. Die Pokale gingen jeweils bei den Damen und den Herren an den TSV 1860, wobei der Erfolg der Landesliga-Herren vom TSV über die Oberligamannschaft der TGH etwas überraschend kam.
Zum 25jährigen Abteilungjubiläum wurde 1995 zu einer akademischen Feier geladen. Hierbei bekam nicht nur die Volleyballabteilung eine Urkunde vom Hessischen Volleyballverband, sondern auch Tomas Baumecker für seine Dienste im Verein.
Christoph Wiesemann trat 1996 nach langjähriger engagierter Arbeit als Trainer im Jungend-, Damen- und Herrenbereich zurück. Unter seiner Federführung erreichte die erste Herrenmannschaft zweimal die höchste hessische Spielklasse (Oberliga), wo man sich allerdings nie eine Saison lang hatte halten können. Für seine Nachfolge konnte man Timo Koller gewinnen, der schon jahrelang sehr gute Arbeit als Trainer der ersten Damen geleistet hat. Darüber hinaus belebte Timo Koller den Jugendbereich weitgehend wieder.
Ein Jahr der Verhandlungen, wucherndes Gestrüpp beseitigen, Zäune versetzen, über 450 Kubikmeter Erde bewegen und über 500 Tonnen Sand anliefern und in der Grube versenken und noch einiges mehr. Doch es hat sich gelohnt, denn im September 1998 konnte die Beachanlage des TGH eingeweiht werden.
Auf dem 1. Hanauer Beachcup sicherten sich Olaf Adrian und Sören Baumgärtner vom gastgebenden Regional-Aufsteiger in einem hochklassigen Finale den Gesamtsieg.
Die erste Herrenmannschaft hat es in der Saison 1998/99 geschafft, in die Regionalliga Südwest aufzusteigen. Leider folgte bereits 2000 der Abstieg.
Im Juli 2002 unternahm die 1. Herrenmannschaft einen Bootsausflug auf der Altmühl. In drei Kanadiern ging es in mehreren Tagesetappen von Dietfurt, über Solnhofen und Wasserzell, nach Walting. Die Jugendmannschaft unternahm mit Trainer Oliver Schmidt ein einwöchiges Trainingslager am Silbersee, einem Ferienwohnpark in Frielendorf.
2003 konnten sich zwei Darmstädter Damen und die beiden Ex-TGHler Olaf Adrian und Aljoscha Grabowski auf dem 3. Hanauer Beachcup als Gewinner durchsetzen.
Der Wiederaufstieg in die Oberliga, Hessens höchster Spielklasse wurde in der Saison 2007/08 von der ersten Herrenmannschaft wahr gemacht.
Die 1. Herrenmannschaft 98/99
Die Mannschaft wurde in der Saison 1998/99 Meister in der Oberliga Hessen und spielte in der folgenden Spielzeit in der Regionalliga Südwest.



