Hessenmeister 2010

Hessenmeister 2010
Lea Thiel , Celina Stepski , Markus Salfer , Celine Viel und
Anna-Maria Morkel
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Presseberichte Deutsche Meisterschaften Rope Skipping
Hanauonline.de
Hanau - Am Wochenende fand in der Hanauer August-Schärttner-Halle die Deutsche Meisterschaft im Rope-Skipping statt. Wie bereits berichtet holte Sindi Sina für den ausrichtenden Verein TG-Hanau einen Deutschen Meistertitel in die Goldschmiedestadt. Auf der nächsten Seite haben wir noch ein kleine Fotogalerie mit Impressionen von den Wettkämpfen am Samstag und Sonntag zusammengestellt. Es war eine eindrucksvolle Meisterschaft. Monika Sönning hatte als Organisatorin jede Menge zu tun. Doch sie hat mit den zahlreichen Helfern aus der Turngemeinde Hanau ein tolle Veranstaltung ausgerichtet. Eine sehr gute Empfehlung für die Weltmeisterschaften 2012, die die Turngemeide 1837 Hanau a.V. in ihrem 175-jährigen Jubiläumsjahr nach Hanau holen möchte.
DTB Nachrichten
17.03.2008: Geschafft, die Deutschen Rope Skipping Meister 2008 stehen fest!!
Das diesjährige Rope Skipping–Großevent „Die Deutsche Meisterschaft 2008“ wurde von allen Beteiligten erfolgreich abgeschlossen.
Die TG Hanau als Ausrichter hatte in der August-Schärttner-Halle zwei vorzügliche Wettkampftage organisiert; es fehlte an nichts.
Die Zusammenarbeit mit den DTB-Verantwortlichen war vorbildlich und kann nur als hervorragend bezeichnet werden.
Die Stimmung in der August-Schärttner-Halle war nicht zuletzt hervorragend, wegen der 600 Zuschauer, die lautstark an den beiden Wettkampftagen für die entsprechende Stimmung und Unterstützung der Wettkämpfer sorgten.Am Samstag wurden die Deutschen Einzelmeister ausgesprungen mit insgesamt 103 gemeldeten Startern in 5 Altersklassen und am Sonntag die deutschen Teammeister mit 33 Teams sowie einem Gastteam aus Dänemark.
Gleichzeitg mit den Deutschen Meisterschaften war auch der Erwerb der Fahrkarten nach Süfafrika, dem Ort der nächsten Weltmeisterschaft, verbunden.
Die Sieger sind:
Deutsche Meisterin: Lena-Marie Liegmann, MTV Treubund Lüneburg
Deutscher Meister: Sebastian Deeg, TG Rüsselheim
Deutsche Jugendmeisterin: Friedrike Müller, TG Rüsselsheim
Deutscher Jugendmeister: Pascal Bär, TSG Seckenheim
Deutscher Schülermeister: Fabian Fischer, TG Rüsselsheim
Deutsche Schülermeisterin: Sina Sindi, TG Hanau
Deutsche Team-Meister weiblich, MTV Treubund Lüneburg
Deutsche Team-Meister Team open, TG Rüsselsheim
Deutsche Team-Jugendmeister weiblich, TSV Wacker Neutraubling
Deutsche Team-Jugendmeister open, TG Rüsselsheim
Deutsche Team-Schülermeister weiblich, SKG Stockstadt
Markus Müller vom TV Unterboihingen konnte im Rahmen der Einzelwettkämpfe den Zähler für die Disziplin Speed 180 auf 442 Sprünge setzen.
Im Rahmen des neuen, an internationale Bedingungen angepasstern Wettkampfes, wurden bei der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft zwei brandneue deutsche Rekorde aufgestellt.
In der neuen Disziplin „Single Rope & Double Under Relay“ konnte das Team der TG Rüsselsheim die Bestmarke auf 318 Sprünge setzen.
In der ebenfalls neuen Wettkampfdisziplin „Double Dutch Speed Relay“ setzte das Team von Wacker Neutraubling die Bestmarke auf 441 Sprünge.
Bilder Reinhard Paul
F.A.Z
Akrobaten zwischen zischenden Seilen
Von Sebastian Priggemeier
Akrobatik fast wie im Zirkus: Rope Skipping bei den Deutschen Meisterschaften in Hanau
18. März 2008 Zwei bis drei saubere Liegestütze schafft fast jeder. Manch einer ist sogar in der Lage, ein Rad zu schlagen. Aber Menschen, die erst ein Rad schlagen, sich im nächsten Augenblick aus dem Liegestütz hoch drücken und gleichzeitig Seilspringen, trifft man höchstens im Zirkus – oder beim Rope Skipping. Seilchen springen war gestern, Rope Skipping liegt im Trend. Während der deutschen Meisterschaft in Hanau wird schnell klar: Das Schulhofvergnügen von einst hat mit dem Trendsport nur noch das Seil gemeinsam.
„Rope Skipping ist eine Mischung aus Turnen und rhythmischer Sportgymnastik“, sagt Signe Richter und wendet sich ab. Ihr Blick gilt den Mädchen, die sich in der Mitte der Hanauer August-Schärttner-Halle abmühen. Zwei rotierende Seile, drei Mädchen, 30 Kampfrichter – Double Dutch nennt sich diese waghalsige Kombination. Die Teamdisziplin gilt als ganz besonders schwierig: Je mehr Menschen am Tanz um das Seil beteiligt sind, desto schneller passieren Fehler. Entweder Schwinger und Springer bilden eine harmonische Einheit, oder das Seil gibt eine ziemlich schmerzhafte Fehlermeldung.
75 Sekunden Zeit
Signe Richter fiebert mit, als müsste sie selbst dem zischenden Seil ausweichen. Der Gruppe bleiben genau 75 Sekunden Zeit, um so viele Akrobatikelemente wie möglich in der Freestyle-Kür unterzubringen. Das Kampfgericht bewertet einerseits die Schwierigkeit der einzelnen Sprünge, andererseits Technik, Synchronität und Kreativität.
Vor fünfzehn Jahren brachte Signe Richter den Trendsport aus den Vereinigten Staaten von Amerika nach Hanau, seit elf Jahren bereist die Turnübungsleiterin mit ihren Sportlern internationale Turniere. Die offizielle Anerkennung des Trends zog sich allerdings hin: 2004 erst wurde beim Deutschen Turner Bund ein technisches Komitee für Seilspringen eingerichtet – seitdem trägt Signe Richter als Vorsitzende die Verantwortung für den Ablauf der deutschen Meisterschaft. Am Sonntag wurden die nationalen Titelkämpfe zum fünften Mal ausgetragen. Das Bundesland Hessen ist im Vergleich zu anderen Regionen überdurchschnittlich häufig vertreten, schließlich ist Hessen dank der agilen Vorsitzenden eine Keimzelle des deutschen Rope Skipping.
Freestyle-Elemente laufen nahezu automatisch ab
Jasmine Deeg und Stephanie Höflich sind so etwas wie Pioniere der jungen Sportart. Das Duo der TG Rüsselsheim ist mit dem schwingenden Seil erwachsen geworden. Aus der extremen Randsportart ist eine erfolgreiche Nischensportart geworden. Mittlerweile sind Jasmine Deeg und Stephanie Höflich die ältesten Teilnehmer der deutschen Meisterschaft – mit Mitte zwanzig. Das Profil der restlichen Sportler sieht anders aus: Weiblich, 16 Jahre alt, Mitglied im Turnverein. Junge Männer sind Exoten im Rope Skipping.
Welcher Junge möchte schon drei Mal pro Woche Seilspringen üben? Dabei ist Rope Skipping mehr als hüpfen und quatschen. Die YouTube-Auftritte von professionellen Skippern erinnern eher an wilden Breakdance als an Schulhofsport. „Besonders spannend ist die Vielseitigkeit der Sportart. Es gibt einfach unheimlich viele Elemente, die sich zur Show kombinieren lassen“, sagt Jasmine Deeg. Handstand, Liegestütz, Salto, Seitsprünge – theoretisch sind alle Spielarten der Akrobatik möglich. Unterlegt wird das Ganze durch schnelle Beats aus Techno, Pop oder Hiphop. Ohne Kraft, Ausdauer und Körperbeherrschung ist beim modernen Seilspringen nichts zu holen. „Es genügt nicht, eine hervorragende Turnerin im Seil zu haben, die Koordination im Team muss stimmen“, sagt Signe Richter. Die Freestyle-Elemente einer Kür werden im Training so oft geübt, bis sie nahezu automatisch ablaufen. Nur eine Variable ist für den Springer nicht beeinflussbar: das Seil. Ein Patzer genügt, und das Rennen um die Meisterschaft ist gelaufen. Trotz der zirkusreifen Leistung.
Text: F.A.Z.
Bildmaterial: Rainer Wohlfahrt
Neue Presse
Hanau (fnp) In Hanaus August-Schärttner-Halle trafen sich an diesem Wochenende die Spezialisten im Rope Skipping zur Ausrichtung der fünften Deutschen Meisterschaften. Martin Winter war mit Foto- und Videokamera dabei.
Die wörtliche Übersetzung des Begriffes «Rope Skipping» bedeutet nach dem Wörterbuch nichts anderes als Seilspringen. Für viele drängt sich jetzt der Gedanke auf, daß das ja ein alter Hut sei und man schon seit Jahren diese Sportart betreibt. Seilspringen kann aber viel mehr sein!
«Rope Skipping» ist sowohl im Freizeit- als auch Wettkampfbereich sehr beliebt, da es die Geschicklichkeit, Koordination, Ausdauer und Beweglichkeit fördert und zudem noch sehr viel Spaß macht. Auch das Timing, die Bewegungen richtig auszuführen, spielt hierbei eine wichtige Rolle. Beim Wettkampf wird Rope Skipping mit unterschiedlicher Geschwindigkeit passend zur Musik, alleine oder in einer Gruppe durchgeführt.
Warum ist «Rope Skipping» mehr als nur Seilspringen?
Gesprungen wird mit unterschiedlichem Tempo zu einen deutlich hörbaren «Beat» der begleitenden Musik. Die hohe Schlagzahl der Musik bedingt ein sehr schnelles und dynamisches Springen.
»Rope Skipping» unterscheidet sich vom herkömmlichen Seilspringen durch die verschiedenen «Stunts» -Von unterschiedlichen Beinsprungbewegungen mit und ohne Armbewegungen bis hin zu spektakulären , akrobatischen « Stunts» reicht die große Palette des «Rope Skipping.»
Das gemeinsame Handeln mit dem Partner oder in der Guppe stellt einen weiteren wesentlichen Aspekt der Sportart dar. In den Sprungformen zu zweit oder mehreren wird eine außerordentliche Team-Arbeit gefordert, die zu einem sehr starken Gruppenbewußtsein beiträgt.
Bilder Reihard Paul
Offenbach Post
Rope Skipping ist mehr als Seilspringen
Deutsche Meisterschaften in Hanau
Hanau (hoh) - Rope Skipping ist mehr als nur Seilspringen. Von dieser Tatsache überzeugten sich rund 500 Zuschauer bei der fünften Deutschen Meisterschaft im Einzel- und im Team-Wettbewerb in der Hanauer August-Schärtner-Halle. Unter der Regie des Ausrichters TG Hanau gingen 103 Einzel-Skipperinnen und Skipper sowie 33 Teams (ca.150 Spinger/innen) an den Start.
„Die Teilnehmer, überwiegend Mädchen, starten in drei Altersklassen ab zwölf Jahren und kommen aus sieben Bundesländern“, erzählte Ina Seibel, Mitorganisatorin und Trainerin der Rope-Skipping-Abteilung der TGH, die mit drei Starterinnen antrat. Das große Engagement der Ausrichter unter der Regie von TGH-Abteilungsleiterin Monika Sönning wurde auch gleich mit einem Deutschen Meistertitel belohnt, denn die 13-jährige TGH-Skipperin Sina Sindi gewann in der jüngsten Altersklasse den nationalen Meistertitel. Gesprungen wurde bei den Wettkämpfen im Einzel- sowie Teamspringen in den Disziplinen „Pflicht“ und „Freestyle“. Und das äußerst temporeich und zu einem deutlich hörbaren „Beat“, der vorab bei der Regie abgegebenen Begleitmusik. Die extreme Schlagzahl der Musik bedingte ein sehr schnelles und dynamisches Springen. Die zehn-köpfige Wettkampfjury bewertete die Kreativität und Schwierigkeit der gezeigten Figuren, Sprünge und Turnelemente oder etwa beim Teamwettkampf auch die Methodik des Seilschwingens, die Synchronität und das Bewegen im Raum, den Springerwechsel, und vergab nur sehr selten die Maximalpunktzahl von zehn Punkten.
Die aus den USA stammende Sportart unterscheidet sich vom herkömmlichen, etwa dem als Boxsport-Aufwärmübung bekannt gewordenen Seilspringen, durch eine weitere Verfeinerung mit verschiedenen eingesprungen „Stunts“, bei denen der Skipper möglichst verhindern muss, dass das Seil am Körper hängen bleibt. Denn das gäbe erhebliche Abzüge in der Punktbewertung. Von schnellen Beinsprüngen wie „Speed Rope“ mit und ohne Armbewegungen wie „Criss-Cross“ (Kreuzen der Arme), „Side Swing/Criss-Cross“ (Seitschwung/Kreuzen) und „Double under“ (Doppeldurchschlag) reichte die gezeigte Palette auch von schnellen Einzelsprüngen bis hin zu spektakulären, akrobatischen „Stunts“, die beim „Double Dutch“ mit zwei etwa 5,40 m langen Schwungseilen in den Sprungformen zu zweit oder bis zu fünf Skippern außerordentliche Team-Arbeit erfordern. Leistungsstärkster Verein im Rhein-Main-Gebiet ist die TG Rüsselsheim, die es in den sechs Einzelwettkämpfen auf drei Meistertitel brachte. Weitere Akteure aus dem Rhein-Main-Gebiet wurden vom TV Babenhausen, TV Crumstadt, der SKG Stockstadt und dem TV Seeheim entsandt. Außer Konkurrenz startete ein Mädchenteam aus Dänemark, das sich ebenso wie die deutschen Teilnehmer über die Punktzahl für die WM in Kapstadt qualifizieren wollte.
Bilder Reinhard Paul
Frankfurter Rundschau
Trendsport Rope Skipping
Seilspringen für Könner
VON KATJA STURM
Hippe Musik, spektakuläre Sprünge und Kunststoffseile, die sich so schnell um den Körper drehen, dass ihre Konturen vor dem Auge des Betrachters verschwimmen - Rope Skipping, die moderne Wettkampfvariante des traditionellen Seilspringens, ist auf hohem Niveau Leistungssport.
Die Besten derer, die am Wochenende bei der deutschen Meisterschaft in Hanau in diversen Speed- und Freestyle-Disziplinen um Titel und die Qualifikation für die Weltmeisterschaft im Sommer in Südafrika sprangen, schaffen den Durchschlag, den heutzutage nur noch wenige Schulkinder mehrmals hintereinander beherrschen, mehr als 90-mal in einer halben Minute.
Ihre Kür ist gespickt mit akrobatischen Elementen wie Salti und Überschlägen. Trotzdem versichert die im hiesigen Dachverband Deutscher Turner-Bund für die Sportart zuständige Signe Richter, dass in den USA, der Heimat des Rope Skippings, noch höhere Frequenzen und Leistungen erzielt werden.
In Europa jedoch war Deutschland seit den Anfängen der Wettkampforientierung Mitte der 90er Jahre zuletzt sehr gut dabei. Bei den vergangenen Titelkämpfen holten etwa die beiden Rüsselsheimer Sebastian Deeg und Friederike Müller sowohl im Einzel als auch mit dem Team Bronze. Doch Trainerin Richter glaubt, dass es in Zukunft schwer werden wird, international so weit vorne mitzuspringen. Andere Länder holen auf, weitere kommen dazu und hierzulande krankt die Sportart an fehlender Förderung. Reisen zu internationalen Wettkämpfen, aber auch die Weiterbildung in so genannten Camps müssen selbst finanziert werden. Zwar sind die Seilspringer gern geladene Gäste bei Shows und füllen so ihre Geldbörsen auf. Doch in den Familien sehe es mancher Vater nicht ein, in "das bisschen Rumgehopse" Zeit und Geld zu investieren.
Vor allem Mädchen aktiv
Zudem verhindert laut Richter auch in ihrem Sport die verkürzte Gymnasialzeit G 8 notwendig werdende Trainingseinheiten. So werde in den USA zweimal am Tag das Seil geschwungen, während es in Deutschland viele nicht mal zweimal in der Woche schaffen. Dass vor allem Deeg seit Jahren starke Leistungen bringt, verdanke der 23-Jährige seinem Studium, das ihm Freiraum zum Training lässt.In der Breite jedoch erfreut sich Rope Skipping weiter steigenden Zuspruchs. 103 Starter und 33 Teams waren bei den Titelkämpfen in Hanau gemeldet; allein die neuen Bundesländer machen sich noch rar. "Die Sportart lebt vom Zuschauen", sagt Richter. Gerade Jungs könne man mit Seilspringen nicht reizen. Doch wenn sie es sehen und "wenn sie richtig mitmachen, empfinden sie es nicht mehr als Mädchensport".Dennoch sind es - wie in Turndisziplinen üblich - überwiegend Mädchen, die sich in den Hallen tummeln. Vor allem wenn sie schon ein bisschen Körpererfahrung mitbringen, sind sie bei den Flying Ropes in Rüsselsheim sehr willkommen. Denn für ein intensives Basistrainining bleibt laut Richter kaum Zeit -;die Sportart ist so schnell vorangegangen.










