Link 5

TGH Basketball-Damen im Siegesrausch

 

Heimlich, still und leise belegte die erste Damenmannschaft der White Wings fast die komplette Basketballsaison Platz 1 der Bezirksliga/Frankfurt.

Am vorletzten Spieltag gelang den Damen um Trainerin Michaela Holzapfel und Co-Trainer Mate Condic der alles entscheidende Coup. In einem hochspannenden und dramatischen Spiel gewannen die Hanauerinnen gegen den direkten Verfolger SG Aschaffenburg/Offenbach 2 am Ende mit 71:54 Punkten und sicherten sich somit noch vor dem letzten Spieltag mit uneinholbaren 30:4 Punkten die Meisterschaft in der Bezirksliga und den damit verbundenen möglichen Aufstieg in die Landesliga Süd.

Vor annähernd 100 Zuschauern (rekordverdächtig bei einem Damenspiel) gingen die White Wings Damen übernervös in das Spiel, das nach der Vorrundenniederlage unbedingt gewonnen werden wollte. Fehlpässe, Fangfehler und Schwächen im Abschluss bestimmten die ersten Minuten. Doch auch die Aschaffenburgerinnen konnten in dieser Zeit keinen entscheidenden Vorsprung rausholen und wirkten gleichermaßen nervös und unkonzentriert, so dass das erste Viertel mit 14:17 für die Gäste endete.

Im Laufe des Spiels wurden die Hanauerinnen ruhiger, konnten mehr und mehr auf ihre Erfahrung bauen und kamen immer besser ins Spiel. Mit einer Fünf-Punkte Führung (29:24) ging man schließlich in die Pause.

Doch wie gewonnen so zerronnen. Die Hanauer Führung drehten die Aschaffenburgerinnen Anfang des dritten Viertels postwendend in eine 6 Punkte Führung (32:38) ihrerseits um. Es blieb spannend, die Hanauer Zuschauer jedoch wussten zu helfen und feuerten ihre Mannschaft unentwegt an.

In der letzten Minute des dritten Viertels konnten die White Wings Damen, die sich nie aufgaben und unermüdlich kämpften, endlich ausgleichen. Ein Technisches Foul gegen die gegnerische Bank bescherte den Gastgeberinnen in den letzten Sekunden noch zwei Freiwürfe, von denen einer im Korb versenkt werden konnte – 47:46 zeigte die Anzeige der Jahnhalle, die mittlerweile zur berühmt berüchtigten Jahnhölle geworden war. Nichts für schwache Nerven! Sowohl Spielerinnen, Trainer und Zuschauer waren einem Herzinfarkt nahe. Noch zehn weitere Minuten standen auf dem Programm und die Kräfte aller schienen zu schwinden.

Hanau begann stark im letzten Viertel und markierte sechs Punkte in Folge ehe Aschaffenburg wieder auf drei Punkte herankam. Wiederum eine sechs Punkte Serie der Hanauerinnen brachte den Gegner aus der Facon. Aschaffenburg wurde nervös und versuchte nun mit Fouls die Uhr anzuhalten, um mehr Zeit zu gewinnen. Beim Stand von 59:52 für die TGH bekamen die Gastgeberinnen sage und schreibe 16 Freiwürfe zugesprochen, ohne dass Aschaffenburg einen einzigen Korb erzielen konnte. Das ließen sich die Hanauerinnen natürlich nicht nehmen, verwandelten zehn der Freiwürfe in Punkte und innerhalb von drei Minuten zog man auf 69:52 davon – zwei Minuten vor Schluss.

Auf den Bänken hielt es nun fast niemand mehr. Trommelwirbel und Aufstieg-Rufe machten sich laut im Publikum und die Auswechselspieler auf der Hanauer Bank waren fast nervöser als zu Beginn des Spiels. „Das sind die längsten zwei Minuten der Welt“, raunte Coach Mate Condic, der wie ein Tiger vor der eigenen Bank auf und abging. Aschaffenburg erzielte in dieser Zeit noch einen Korb während Hanau nochmals zwei von vier Freiwürfen im Korb versenkte, und somit beim Stand von 71:54 endlich die lang ersehnte Hupe ertönte und das Spiel vorbei war.

„Das war das beste Spiel, das wir je gespielt haben“, waren sich die Hanauer Damen und Trainer einig. „Wir bedanken uns bei allen Zuschauern und Fans für diese tolle Unterstützung – das war großartig!“

Für die TG Hanau spielten: Belik (13), Trutnau (13), Kracker-Braun, Almeling (9), Weinhart (3), Gültekin (7), Franzl (3), Jacob (6), Fischer (2), Werner (2), Holtschneider, Philippi (18). (Birgit Jacob – TG Hanau)

Die White Wings Damen 1 im Siegesrausch nach dem 71:54 Sieg gegen die SG Aschaffenburg/Offenbach 2.