Aufstieg in die 2. Bundesliga
Auf dem Papier war die TG Hanau schon Meister, da GuthsMuts Jena am voretzten Doppelspieltag durch Aufstellungsfehler zwei Punkte wieder aberkannt bekommen hatte. Damit hatte die TG Hanau vor dem letzten Doppelspieltag fünf Punkte Vorsprung. Da aber nicht sicher war, ob diese Wertung von GuthsMuts Jena akzeptiert wird, wollten die Hanauer die Meisterschaft sportlich klar unter Dach und Fach bringen, so dass eventuelle verbandsrechtliche Streitigkeiten bedeutungslos werden.
Agus Sugimin und Toni Gerasch gewannen das erste Herrendoppel sehr klar in zwei Sätzen. Das zweite Herrendoppel Andreas Heinz und Patrick Krämer gewann ebenfalls in zwei Sätzen, aber weniger glanzvoll, da Andreas Heinz erkrankt war und nur mit minimalstem Aufwand spielte. Das Damendoppel Claudia Ritter und Ina Beck benötigten unnötigerweise drei Sätze, was sich aber auch durch die Erkankung von Ina Beck erklärt. Agus Sugimin und Patrick Krämer in den Herreneinzeln und Toni Gerasch und Claudia Ritter im Mixed gaben ihren Gegner keine Chancen und gewannen jeweils klar in zwei Sätzen. Die beiden erkranken Spieler Andreas Heinz und Ina Beck benötigen in ihren beiden Einzeln jeweils drei Sätze zum letztlich klaren und verdienten Sieg. Die Freude über die Meisterschaft war sehr groß und wurde noch in der Halle mit Sekt begossen. Andreas Heinz war so geschwächt, dass er statt der nächtlichen Weiterfahrt nach Jena die Heimreise antreten mußte. Aufgrund weiterer Erkrankungen in der zweiten Mannschaft und der weiten Anfahrt konnte kein Ersatzspieler mehr nachgeholt werden.
Das letzte Spiel in Jena war nur noch ein Schaulaufen, da es für beide Mannschaften um nichts mehr ging. Die TG Hanau ist Meister und Jena Zweiter, so dass der Spielausgang völlig bedeutungslos war. Bedingt durch die anstrengende Fahrt, den frühen Spielbeginn und den Folgen einer kleinen Meisterschaftsfeier spielten die Akteure der TG Hanau etwas unter Niveau. Durch den Ausfall von Andreas Heinz kamen Trainer Karl Weber und Mannschaftsbetreuer Thomas Ritter zu ihrem Regionalligadebüt. Aber auch diese Einwechselung konnte die klare 2:6-Niederlage nicht verhindern. Alle Spiele außer dem ersten Herrendoppel und dem ersten Herreneinzel gingen mehr oder weniger deutlich verloren. Selbst der über die Saison überragende Agus Sugimin benötigte zu seinem Sieg drei Sätze und mußte sich sehr anstrengen, da es um seine Schlagsicherheit an diesem Morgen nicht gut bestellt war.
„Wir sind sehr glücklich über den Gewinn der Meisterschaft. Ich gratuliere der Mannschaft mit Agus Sugimin. Andreas Heinz, Patrick Krämer, Toni Gerasch, Thera Deters, Claudia Ritter, Ina Beck und Anna-Lena Riepl ganz herzlich zu diesem Titel.“ sagte Abteilungsleiter Philipp Lieber.
„Die Herausforderung zweite Bundesliga wollen wir annehmen. Wir wissen, dass dieser Aufstieg im sportlichen Bereich einen Quantensprung darstellt. Jetzt treffen wir auf gestandene Spielerinnen und Spieler, viele aus dem Kreis der Nationalmannschaft, die in den beiden DBV-Stützpunkten Saarbrücken und Mühlheim trainieren. Auch werden wir auf hervorragende Spielerinnen und Spieler aus dem Ausland treffen. Das wird sehr schwer und wir kämpfen vom ersten Tag an um den Klassenerhalt. Für die Zuschauer werden die Spiele auch noch interessanter, da dieses ohnehin sehr schnelle Spiel jetzt noch einmal eine deutliche Temposteigerung erfährt.“ resümiert Philipp Lieber.
