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An was genau denkt Ihr, wenn Ihr das Wort "Bogenschießen" hört? Und deckt sich dies bei Euch mit dem Begriff "Bogensport"?

Beide Begriffe sind oft mit vielen Bildern aus Filmen verwoben - aber stimmt das auch?

Lesen wir doch einfach mal in ein kurzes Interview mit Jeannette Kühn rein.

Heißt es jetzt eigentlich Bogenschießen oder Bogensport?

 

J. Kühn:  Es heißt Bogensport. Aber wir sind da nicht so kleinlich.

Wieso eigentlich BogenSPORT?

J. Kühn:  Da würde ich euch gerne eine Anekdote erzählen... ich hoffe mein Mann liest jetzt nicht mit... Ich hatte bereits einige Urlaube voraus Kontakt mit Bogensport (es gibt ein paar Hotelgruppen, die bieten das an). Genau in so einem Hotel verbrachten wir unseren ersten gemeinsamen Urlaub. Ich fragte meinen Mann, ob er mit zur Einführungsstunde kommen wolle. Genau wie ich damals, lachte er nur ...hahaha... Sport ... Nun ja, was soll ich sagen? Am Ende der Stunde wusste er, warum es Sport heißt. Dabei gibt es natürlich verschiedene Einstiegsoptionen. In der TGH fangen wir ganz sachte an.

Für wen ist Bogensport geeignet?

J. Kühn:  Das Schöne beim Bogensport ist, man trainiert in seinem ei- genen Tempo und er ist wirklich für jeden geeignet. Gerade wer mit Sport erst anfängt, für den ist dies eine super Einstiegsmöglichkeit. Nur beim Alter achten wir darauf, dass Schnupper*innen um die 14 Jahre sind. Sicherheit steht bei uns an erster Stelle!

Thema Sicherheit – jetzt eine unbequeme Frage: Dann ist ein Bogen für dich keine Waffe?

J. Kühn:  Nein! Es ist und bleibt ein Sportgerät mit hohem Verletzungs- risiko. Deswegen bekommt jede/r Schnupper*in zunächst eine Einweisung und eine Schnupperstunde im ganz kleinen Kreis. Jeder Neuling wird dabei genau vom Übungsleiter instruiert, was Sicherheitsregeln für sich und andere betrifft. Deswegen die Bitte um Anmeldung vorher und die Altersbeschränkung. Und wir alle achten genauestens darauf, dass jeder auf dem Platz den Bogen als Sportgerät sieht und sich an die Regeln hält.

Was macht für dich Bogensport so interessant?

J. Kühn:  Die Vielfalt! Es gibt ganz viele verschiedene Bögen und alle werden anders geschossen. Der Compoundbogen ist zum Beispiel sehr technisch. Hier muss ich andere Sachen beachten als beim ganz ma- nuellen englischen Langbogen. Bis auf Armbrust darf bei uns übrigens alles geschossen werden. Wir stehen für Vielfalt auch bei den Bögenarten und ein familiäres Sporterlebnis. Wettkämpfe sind bei uns nicht wirklich wichtig. Wir haben intern Turniere und fahren gemeinsam auf Parcours (Gebiete, die für Bogensport ausge- wiesen und mit Zielen bestückt sind).
Wir sind im Sommer draußen. Viele Berufstätige und Schüler kommen heute viel zu selten an die frische Luft.

Was wünschst du dir?

J. Kühn:  In der Pandemie mussten viele Jugendliche und junge Erwachsene besonders hart zurückstecken. Oftmals ging hier der Kontakt zum Sport total verloren oder Hemmnisse haben sich gefestigt. Gerne würde ich genau diesen Menschen zeigen, wie schön Bogensport als Einstieg in den Sport ist. Ich würde ihnen dann zeigen, dass Bogensport hilft, die innere und äußere Haltung zu stärken. Du musst gar kein Sportass sein, um mehr Selbstbewusstsein, mehr Konzentration und mehr Durchhaltevermögen zu erlangen. Und das Ganze mit viel Spaß, an frischer Luft (außer im Winter natürlich;)) und in deinem eigenen Tempo. Für Sportcracks ist Bogensport aber ebenso interessant. Eben durch die Konzentrationsstärkung, Stärkung der einzelnen Sinne und Kraftaufbau. Gleichzeitig möchte ich natürlich auch alle unsere bestehenden und älteren Mitglieder aus der Pandemie-Tristesse rausholen, die sich noch nicht wieder trauten. Dass diese Zeit auch mit Veränderungen daherkommt und allen viel abverlangt, sehe ich als Chance und hoffe, dass auch andere mit einer positiven Grundstimmung angesteckt werden können. Besonders das Projekt Phönix wird etwas Herausragendes, auf das ich mich sehr freue. Dass alles eine große Herausforderung ist, des- sen bin ich mir bewusst. Ich, für mich, genieße den Sport auch um abzuschalten. Während des Sports ist der Alltag ganz weit weg.